Aktuelle Nachrichten

04.01.2012

Verordnungen zum Genehmigungsverfahren veröffentlicht

Ende 2011 wurden drei wichtige, seit geraumer Zeit von den Projektträgern erwartete Verordnungen in Frankreich veröffentlicht, die in Kürze von der Koordinierungsstelle übersetzt werden: die Verordnung 2011-1893 zur Betriebsgenehmigung von Energieerzeugungsanlagen, die die öffentliche Befragung reformierende Verordnung 2011-2018 sowie die Verordnung 2011-2019, die die Umweltverträglichkeitsstudie reformiert. 

  • Die bereits am 1. Januar 2012 in Kraft getretene Verordnung 2011-1893 vereinfacht das Genehmigungsverfahren für den Betrieb von Energieerzeugungsanlagen, indem das Verfahren für Anlagen unterhalb einer gewissen Leistungsgrenze entfällt. Dies betrifft u.a. Anlagen im Windenergiebereich mit einer Leistung ≤ 30 MW und PV-Anlagen von ≤ 12 MW.
  • Die Verordnung 2011-2018 legt das Procedere für die im Umweltgesetzbuch vorgesehene öffentliche Befragung fest. Die Reform zielt unter anderem darauf ab, die Beteiligung der Öffentlichkeit zu vereinfachen, indem bspw. eine Befragung via elektronisches Verfahren ermöglicht wird. Weiterhin wird die Möglichkeit zur Abänderung von Projekten im Verlauf der Befragung geboten sowie die Möglichkeit, Befragungen ggf. zusammenzuführen. 
  • Mit der Verordnung 2011-2019 werden Inhalt und Anwendungsbereich der Umweltverträglichkeitsstudie für Bauprojekte und -vorhaben überarbeitet. Er enthält zudem eine genaue Auflistung der Projekte, die eine Umweltverträglichkeitsprüfung erfordern, so bspw. PV-Freiflächenanlagen von ≥ 250 kWp. Unter anderem wird die vormals für bestimmte Projekte, so auch WEA von einer Höhe von ≤ 50 Metern und einer Leistung ≤ 2,5 MW, erforderliche Umweltverträglichkeitsnote (notice d’impact) mit Inkrafttreten der Verordnung, das wie für die Verordnung 2011-2018 für den 1. Juni 2012 vorgesehen ist, abgeschafft. 

22.11.2011

PV-Ausschreibungsverfahren für Projekte über 250 kW

Nach einem ersten vereinfachten PV-Ausschreibungsverfahren Anfang August hat die französische Regulierungsbehörde Commission de régulation de l’énergie (CRE) am 15. September das Lastenheft für das zweite PV-Ausschreibungsverfahren veröffentlicht (eine deutsche Übersetzung des umfangreichen Dokuments steht den Mitgliedern der Koordinierungsstelle zur Verfügung). Das jetzige Ausschreibungsverfahren gilt für Anlagen auf Gebäuden und Freiflächenanlagen in einer Größenordnung von über 250 kW und umfasst ein Gesamtvolumen von 450 MW. Die CRE hat zudem Mitte November eine Reihe von Fragen, die im Zusammenhang mit dem Ausschreibungsverfahren aufgekommen sind, in einem zusammenfassenden Dokument aufgegriffen und beantwortet (Dokument auf Französisch).

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16.11.2011

Konferenz zu Frankreichs Solarzukunft in Lyon

Mélanie Persem und Sarah Florence Gaebler haben an der von der Plattform Solarplaza am 10. November in Lyon organisierten Konferenz „Solarzukunft in Frankreich“, bei der die Koordinierungsstelle Erneuerbare Energien Partner war, teilgenommen.
Im Rahmen der Konferenz hat Mélanie Persem den rund 120 anwesenden Akteuren der französischen Solarbranche die Hintergründe des deutschen PV-Erfolgs sowie die Zukunft für die Branche in Deutschland vorgestellt.

14.11.2011

Konferenz "Service & Wartung"

Am 7. November 2011 hat die Koordinierungsstelle Erneuerbare Energien in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen in Berlin eine Fachkonferenz zum Thema „Service & Wartung im Dienste besserer Wirtschaftlichkeit“ organisiert. Die von Nicole Weinhold, der stellvertretenden Chefredakteurin der neuen energie, moderierte Veranstaltung hat zahlreiche deutsche und französische Akteure der Windbranche zusammengebracht und ist auf sehr positives Echo bei den Teilnehmern gestoßen. Hersteller, Serviceunternehmen, Betreiber, Verbände, Banken und Versicherungen haben unter anderem Vorträge zu den heutigen und künftigen Ansätze und Herausforderungen im Bereich Service und Wartung gehalten. Eine Reihe an technischen Lösungsansätzen und Methoden wurden während des Konferenztags vorgestellt, der darüber hinaus Gelegenheit zu einem umfassenden Austausch zwischen den Branchenexperten, den Verbänden, Forschern und Vertretern der deutschen und französischen Behörden bot. Die Beiträge der Fachkonferenz stehen den Konferenzteilnehmern und den Mitgliedern der Koordinierungsstelle zur Verfügung. Letztere haben im passwortgeschützten Bereich der Internetseite ab kommender Woche ebenfalls Zugang zu einem Teil der Audioaufnahmen.

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03.11.2011

Senkung der PV-Einspeisevergütungen in Frankreich

Die französische Regulierungsbehörde für Energie (CRE) hat Ende Oktober für das 4. Quartal 2011 eine erneute Absenkung der Einspeisevergütungen bekannt gegeben. Für kleine Anlagen (Dachanlagen) erfolgt eine Absenkung von 4,5 % und für PV-Anlagen mittlerer Größe (Großdachanlagen, Parkplätze, usw.) liegt sie bei 9,5 %. Vor dem Hintergrund der Entwicklungen seit Ende 2010 und den entsprechend stark rückläufigen Netzanbindungsanträgen infolgedessen ruft die Branche die Regierung auf, die Fördermechanismen zu überdenken. Dem französischen Solarverband SER-Soler zufolge sind seit März 2011 mit dem Inkrafttreten des neuen PV-Tariferlasses 10.000 Arbeitsplätze im Solarbereich verloren gegangen.

27.10.2011

PV-Vergütung ab dem 1. Januar 2012

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 27. Oktober 2011 die neuen Vergütungssätze für PV-Anlagen veröffentlicht, die vom 1. Januar 2012 an in Betrieb genommen werden. Anlagenbetreiber erhalten je nach Standort und Größe der Anlage einen Einspeisevergütungsbetrag zwischen 17,94 Cent und 24,43 Cent/kWh. Mit einem Zubau von 5.200 MW im Zeitraum Oktober 2010 bis September 2011 liegt der Zubau über dem gesetzlich verankerten Schwellenwert von 4.500 MW, so dass sich die jährliche Basisdegression von neun Prozent um sechs Prozentpunkte auf insgesamt 15 Prozent erhöht.