Aktuelle Nachrichten

27.01.2012

Jahresbilanz Windenergie 2011

Den Ende Januar vom Deutschen Windenergie-Institut (DEWI) veröffentlichten Zahlen für das Jahr 2011 zufolge wurden im vergangenen Jahr 895 Windenergieanlagen (2010: 754) mit einer Leistung von 2.007 MW (2010: 1.551 MW) errichtet, von denen 238 MW (95 WEA) auf den Bereich Repowering entfielen. Der Gesamtzubau im Windenergiebereich 2011 entspricht einem Zuwachs von rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit beläuft sich die installierte Gesamtwindleistung in Deutschland nunmehr auf 29.075 MW. Entsprechend den von DEWI erhobenen Zahlen wurden im Offshore-Bereich 30 MW (6 WEA) zugebaut und 108,3 MW (33 WEA), die sowohl 2010 als auch 2011 errichtet wurden, ans Netz angeschlossen. Die Ende 2011 installierte Offshore-Kapazität erreichte damit 215,3 MW (55 WEA), wovon 200,3 MW (52 WEA) ans Netz angeschlossen sind. Bei der installierten Gesamtleistung führen die Bundesländer Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt die Liste an, während zu den ersten fünf Ländern mit den höchsten Zubauraten 2011 neben Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Brandenburg erstmals auch Rheinland-Pfalz und Bayern gehören. DEWI, der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA Power Systems), die die Zahlen gemeinsam bekannt gaben, rechnen mit positiven Wachstumsraten im Windbereich für 2012.

24.01.2012

Die deutschen PV-Tarife zum 1. Januar 2012

Gemäß EEG 2012 wurde die PV-Einspeisevergütung in Deutschland zum 1. Januar 2012 um 15 Prozent gegenüber den Vergütungstarifen von Januar 2011 gekürzt. Aktuell erreichen die PV-Einspeisevergütungen damit das Preisniveau der Strompreise für private Haushalte in Deutschland. Sie liegen zwischen 17,94 Cent/kWh und 24,43 Cent/KWh. Aufgrund des überdurchschnittlichen PV-Zubaus im letzten Quartal 2011 ist weiter zu erwarten, dass die Tarife zum 1. Juli 2012 um weitere 12 bis 15 Prozent gesenkt werden. Somit würde, so der BSW-Solar, die PV-Förderung 2012 doppelt so stark gesenkt wie 2011. Aktuell wird zudem eine erneute außerplanmäßige Anpassung der Vergütungstarife vom Bundesumweltministerium mit der Branche verhandelt. 2013 dürften die Tarife dann das Niveau des Einspeisetarifes für Offshore-Wind (15-19 Ct/kWh) erreichen. Eine aktualisierte Übersicht über die PV-Einspeisevergütungen stellen das BMU sowie der BSW-Solar zur Verfügung. Eine Darstellung der Degressionsstufen des PV-Tarifes in Deutschland auf Französisch finden Sie in der Präsentation der Koordinierungsstelle (Folie Nr. 7).

10.01.2012

Solarstromproduktion 2011 auf Rekordniveau

Nach der Jahresbilanz  2011 des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) hat die Solarstromproduktion in Deutschland mit mehr als 18 Mrd. kWh einen neuen Rekord erreicht (2010: ca. 11,6 Mrd. kWh). Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 9. Januar zudem die vorläufigen Zahlen zum PV-Ausbau 2011 veröffentlicht. Insgesamt wurde auf ihrem Portal eine PV-Kapazität von 7.500 MW gemeldet, davon allein im Dezember 3.000 MW. Damit sind Ende 2011 in Deutschland fast 25 MW PV-Kapazitäten installiert. Detaillierte Statistiken werden im März 2012 veröffentlicht.

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05.01.2012

PV-Zahlen in Frankreich für das dritte Quartal 2011

Der französische Solarverband SER-SOLER hat Anfang Januar die Bestandsaufnahme der PV-Zahlen in Frankreich zum 30. September 2011 veröffentlicht. Den Quartalszahlen zufolge betrug die angeschlossene Leistung bei einem Zuwachs von 33 % gegenüber dem vorangegangenen Quartal im Herbst 2011 insgesamt 2.233 MW. Die in der Warteschleife befindlichen Projekte gingen auf 1.874 MW zurück, was den rückläufigen Trend seit Beginn des Jahres bestätigt. Der Verteilnetzbetreiber ERDF hat im dritten Quartal 476 MW gegenüber 326 MW im zweiten Quartal 2011 angeschlossen. Mit einer Gesamtleistung von 491,3 MW vereint die Region Mittelmeer insgesamt 25 % der installierten PV-Leistung Frankreichs, gefolgt von der Region Süd-West, die es mit 440,2 MW auf 22 % der frankreichweit installierten PV-Leistung bringt.

04.01.2012

Verordnungen zum Genehmigungsverfahren veröffentlicht

Ende 2011 wurden drei wichtige, seit geraumer Zeit von den Projektträgern erwartete Verordnungen in Frankreich veröffentlicht, die in Kürze von der Koordinierungsstelle übersetzt werden: die Verordnung 2011-1893 zur Betriebsgenehmigung von Energieerzeugungsanlagen, die die öffentliche Befragung reformierende Verordnung 2011-2018 sowie die Verordnung 2011-2019, die die Umweltverträglichkeitsstudie reformiert. 

  • Die bereits am 1. Januar 2012 in Kraft getretene Verordnung 2011-1893 vereinfacht das Genehmigungsverfahren für den Betrieb von Energieerzeugungsanlagen, indem das Verfahren für Anlagen unterhalb einer gewissen Leistungsgrenze entfällt. Dies betrifft u.a. Anlagen im Windenergiebereich mit einer Leistung ≤ 30 MW und PV-Anlagen von ≤ 12 MW.
  • Die Verordnung 2011-2018 legt das Procedere für die im Umweltgesetzbuch vorgesehene öffentliche Befragung fest. Die Reform zielt unter anderem darauf ab, die Beteiligung der Öffentlichkeit zu vereinfachen, indem bspw. eine Befragung via elektronisches Verfahren ermöglicht wird. Weiterhin wird die Möglichkeit zur Abänderung von Projekten im Verlauf der Befragung geboten sowie die Möglichkeit, Befragungen ggf. zusammenzuführen. 
  • Mit der Verordnung 2011-2019 werden Inhalt und Anwendungsbereich der Umweltverträglichkeitsstudie für Bauprojekte und -vorhaben überarbeitet. Er enthält zudem eine genaue Auflistung der Projekte, die eine Umweltverträglichkeitsprüfung erfordern, so bspw. PV-Freiflächenanlagen von ≥ 250 kWp. Unter anderem wird die vormals für bestimmte Projekte, so auch WEA von einer Höhe von ≤ 50 Metern und einer Leistung ≤ 2,5 MW, erforderliche Umweltverträglichkeitsnote (notice d’impact) mit Inkrafttreten der Verordnung, das wie für die Verordnung 2011-2018 für den 1. Juni 2012 vorgesehen ist, abgeschafft. 

22.11.2011

PV-Ausschreibungsverfahren für Projekte über 250 kW

Nach einem ersten vereinfachten PV-Ausschreibungsverfahren Anfang August hat die französische Regulierungsbehörde Commission de régulation de l’énergie (CRE) am 15. September das Lastenheft für das zweite PV-Ausschreibungsverfahren veröffentlicht (eine deutsche Übersetzung des umfangreichen Dokuments steht den Mitgliedern der Koordinierungsstelle zur Verfügung). Das jetzige Ausschreibungsverfahren gilt für Anlagen auf Gebäuden und Freiflächenanlagen in einer Größenordnung von über 250 kW und umfasst ein Gesamtvolumen von 450 MW. Die CRE hat zudem Mitte November eine Reihe von Fragen, die im Zusammenhang mit dem Ausschreibungsverfahren aufgekommen sind, in einem zusammenfassenden Dokument aufgegriffen und beantwortet (Dokument auf Französisch).

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