Aktuelle Nachrichten
31.01.2012
Der deutsche Atomausstieg
In Folge des deutschen Atomausstiegsgesetzes, das im Juli 2011 verabschiedet wurde, stellen sich viele Fragen rund um die Voraussetzungen und die Umsetzung der Energiewende. Vor diesem Hintergrund hat die Koordinierungsstelle Erneuerbare Energien eine Präsentation (auf Französisch) erstellt, die Informationen zu den Hintergründen, der Umsetzung und den Folgen der deutschen Energiewende zusammenstellt. Hervorgehoben wird in diesem Zusammenhang unter anderem, dass Deutschland trotz der Abschaltung von acht Kernkraftwerken im Frühjahr 2011 Nettostromexporteur bleibt. Näher dargelegt werden zudem Zahlen zu den Kosten der Erneuerbaren Energien, zu den Förderungen der verschiedenen Energieträger seit den 1970er Jahren sowie den Entwicklungen des Strompreises.
30.01.2012
Energietagung in Dünkirchen: Workshop zur Offshore-Windenergie

Die Koordinierungsstelle Erneuerbare Energien hat am 26. Januar 2012 an einem Workshop zu den wirtschaftlichen und sozialen Vorteilen der Offshore-Windenergie, der von der Unternehmensgruppe GDF-Suez im Rahmen der Energietagung „Assises de l’énergie“ im nordfranzösischen Dünkirchen organisiert wurde, teilgenommen. Mélanie Persem hat dort eine Präsentation über die Erfahrungen Deutschlands mit der Offshore-Windenergie (auf Französisch) gehalten. Bis 2020 sollen in Deutschland 75 Milliarden Euro investiert werden, um das von der Bundesregierung angestrebte Ziel von 25.000 MW Offshore-Windenergie im Jahr 2020 zu erreichen. Zu diesem Zeitpunkt dürfte sich die Nettobeschäftigung in der Offshore-Branche auf 30.000 Arbeitsplätze belaufen.
27.01.2012
Jahresbilanz Windenergie 2011

Den Ende Januar vom Deutschen Windenergie-Institut (DEWI) veröffentlichten Zahlen für das Jahr 2011 zufolge wurden im vergangenen Jahr 895 Windenergieanlagen (2010: 754) mit einer Leistung von 2.007 MW (2010: 1.551 MW) errichtet, von denen 238 MW (95 WEA) auf den Bereich Repowering entfielen. Der Gesamtzubau im Windenergiebereich 2011 entspricht einem Zuwachs von rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit beläuft sich die installierte Gesamtwindleistung in Deutschland nunmehr auf 29.075 MW. Entsprechend den von DEWI erhobenen Zahlen wurden im Offshore-Bereich 30 MW (6 WEA) zugebaut und 108,3 MW (33 WEA), die sowohl 2010 als auch 2011 errichtet wurden, ans Netz angeschlossen. Die Ende 2011 installierte Offshore-Kapazität erreichte damit 215,3 MW (55 WEA), wovon 200,3 MW (52 WEA) ans Netz angeschlossen sind. Bei der installierten Gesamtleistung führen die Bundesländer Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt die Liste an, während zu den ersten fünf Ländern mit den höchsten Zubauraten 2011 neben Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Brandenburg erstmals auch Rheinland-Pfalz und Bayern gehören. DEWI, der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA Power Systems), die die Zahlen gemeinsam bekannt gaben, rechnen mit positiven Wachstumsraten im Windbereich für 2012.
24.01.2012
Die deutschen PV-Tarife zum 1. Januar 2012

Gemäß EEG 2012 wurde die PV-Einspeisevergütung in Deutschland zum 1. Januar 2012 um 15 Prozent gegenüber den Vergütungstarifen von Januar 2011 gekürzt. Aktuell erreichen die PV-Einspeisevergütungen damit das Preisniveau der Strompreise für private Haushalte in Deutschland. Sie liegen zwischen 17,94 Cent/kWh und 24,43 Cent/KWh. Aufgrund des überdurchschnittlichen PV-Zubaus im letzten Quartal 2011 ist weiter zu erwarten, dass die Tarife zum 1. Juli 2012 um weitere 12 bis 15 Prozent gesenkt werden. Somit würde, so der BSW-Solar, die PV-Förderung 2012 doppelt so stark gesenkt wie 2011. Aktuell wird zudem eine erneute außerplanmäßige Anpassung der Vergütungstarife vom Bundesumweltministerium mit der Branche verhandelt. 2013 dürften die Tarife dann das Niveau des Einspeisetarifes für Offshore-Wind (15-19 Ct/kWh) erreichen. Eine aktualisierte Übersicht über die PV-Einspeisevergütungen stellen das BMU sowie der BSW-Solar zur Verfügung. Eine Darstellung der Degressionsstufen des PV-Tarifes in Deutschland auf Französisch finden Sie in der Präsentation der Koordinierungsstelle (Folie Nr. 7).
10.01.2012
Solarstromproduktion 2011 auf Rekordniveau
Nach der Jahresbilanz 2011 des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) hat die Solarstromproduktion in Deutschland mit mehr als 18 Mrd. kWh einen neuen Rekord erreicht (2010: ca. 11,6 Mrd. kWh). Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 9. Januar zudem die vorläufigen Zahlen zum PV-Ausbau 2011 veröffentlicht. Insgesamt wurde auf ihrem Portal eine PV-Kapazität von 7.500 MW gemeldet, davon allein im Dezember 3.000 MW. Damit sind Ende 2011 in Deutschland fast 25 MW PV-Kapazitäten installiert. Detaillierte Statistiken werden im März 2012 veröffentlicht.
05.01.2012
PV-Zahlen in Frankreich für das dritte Quartal 2011

Der französische Solarverband SER-SOLER hat Anfang Januar die Bestandsaufnahme der PV-Zahlen in Frankreich zum 30. September 2011 veröffentlicht. Den Quartalszahlen zufolge betrug die angeschlossene Leistung bei einem Zuwachs von 33 % gegenüber dem vorangegangenen Quartal im Herbst 2011 insgesamt 2.233 MW. Die in der Warteschleife befindlichen Projekte gingen auf 1.874 MW zurück, was den rückläufigen Trend seit Beginn des Jahres bestätigt. Der Verteilnetzbetreiber ERDF hat im dritten Quartal 476 MW gegenüber 326 MW im zweiten Quartal 2011 angeschlossen. Mit einer Gesamtleistung von 491,3 MW vereint die Region Mittelmeer insgesamt 25 % der installierten PV-Leistung Frankreichs, gefolgt von der Region Süd-West, die es mit 440,2 MW auf 22 % der frankreichweit installierten PV-Leistung bringt.
"Schlussendlich führt kein Weg an der
"Gute Perspektiven für den mittelständischen Windmarkt in Deutschland wie in Frankreich"
"Die denzentrale Energieversorgung ist ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit"